Sommercamp der IV. Internationale vom 26. Juli bis 1. August in Katalonien

Mittwoch 2. April 2008 von Antoine

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Sommer, Sonne, Solidarität

Unsere Lebensrealität wird von schlechten Ausbildungsbedingungen, Arbeitslosigkeit, stetig sinkenden Sozialleistungen und Armut trotz Arbeit dominiert. Hinzu kommen zunehmende staatliche Repressionen und eine Gesellschaft, die von Alltagsrassismus und patriarchalischen Strukturen geprägt ist. Mit diesen sozialen und gesellschaftlichen Zuständen werden wir nicht nur in Deutschland konfrontiert. In allen europäischen Ländern befinden die Menschen sich in Verhältnissen der Unterdrückung und Ausbeutung und überall sehen sich fortschrittliche Kräfte, die neue Perspektiven schaffen wollen, vor dieselben Fragen gestellt. Seit fast zwei Jahrzehnten kommen deshalb Jugendliche aus ganz Europa und darüber hinaus zusammen, die sich mit der politischen Realität in ihren Ländern nicht abfinden wollen. Eine Woche lang werden Erfahrungen ausgetauscht und der Versuch gemacht gemeinsam Perspektiven und Lösungsstrategien zu entwickeln.

Da die Lebenssituationen in den verschiedenen Ländern ähnlich, aber nicht identisch sind, können wir voneinander profitieren, lernen wie die Jugendlichen in anderen Ländern mit Problemen umgegangen sind, die bei uns gerade erst aktuell geworden sind.

Was es auf dem Camp so gibt…

Zunächst steht natürlich der gegenseitige Austausch im Vordergrund. Es gibt Berichte zu den aktuellen Situationen in den einzelnen Ländern, Workshops zu politisch aktuellen und relevanten Themen, Podiumsdiskussionen. Kurz gesagt jede Menge Foren in denen wir schauen können, wie der politische Widerstand in anderen Ländern funktioniert, was wir von diesem oder andere von unseren Widerstandsformen lernen können. Außerdem wollen wir gemeinsame Strategien für den internationalen Widerstand entwickeln. Wenn die Staaten sich in einer Union organisieren können, warum nicht dann auch wir?

Neben dem politischen Austausch gibt es natürlich auch Zeit für andere gemeinsame Aktivitäten, wie Ausflügen, Baden und Sport, die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig – und am Abend wird dann an der Campbar gefeiert.

Organisatorisches und Teilnehmerbeitrag

Das Camp funktioniert in Selbstverwaltung und Selbstorganisation der etwa 400-500 TeilnehmerInnen. Die Übernachtung und die verschiedenen Veranstaltungen finden in Zelten oder unter freiem Himmel statt. Jeden Tag wird sich ein Camprat treffen, in welchem gewählte Personen aus jedem Land vertreten sind. Dort können mögliche Schwierigkeiten bzw. Probleme besprochen werden. Es wird auch einen Frauenrat geben, der ähnlich wie der Camprat funktioniert. Natürlich heißt Selbstorganisation auch gemeinsam zu putzen, die Bar zu organisieren oder Nachtwache zu schieben. Das bedeutet aber keinen Stress: jedeR ist nur ein bis zwei Mal in der ganzen Woche dran. Auch je ein eigener Platz für Frauen- und LesBiSchwule Aktivitäten wird vorhanden sein.

Was kostet das Camp?

Deutschland zählt zu den reichsten Ländern der Welt. In den meisten Ländern ist Urlaub ein Luxusgut, was sich kaum einer leisten kann. Aus Solidarität mit den ärmeren Ländern und damit aber aus möglichst vielen Ländern Jugendliche auf das Sommercamp kommen, wird versucht die unterschiedlichen Lebensstandards durch die Campbeiträge auszugleichen. Deshalb ist der Beitrag für Deutschland mit 135 Euro relativ hoch angesiedelt. Wir wollen natürlich auch, dass möglichst viele Interessierte aus Deutschland mitkommen können. Wer also mitfahren möchte und dies allein aus Kostengründen nicht könnte, sollte sich noch mal mit der RSB Gruppe in der Nähe in Verbindung setzten. Bisher konnte in solchen Fällen immer das fehlende Geld aufgetrieben werden.

Falls ihr noch Fragen habt, schreibt einfach


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